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Bezirksversammlung Oberfranken 2026
Der stellvertretende Landrat des Landkreises Lichtenfels Helmut Fischer erhielt vom Bezirksvorsitzenden Matthias Amon als Erinnerung für seinen Besuch einen Timmy überreicht.
Von links: Peter Aicher, Präsident LIV, Helmut Fischer, Landrat des Landkreises Lichtenfels, Matthias Amon, Bezirksvorsitzender Oberfranken sowie Hauptgeschäftsführer LIV Kai Gajewski.
Quelle: LIV/mr
Die Zimmerer Oberfrankens trafen sich am 4. Februar 2026 in Marktheidenfeld zur jährlichen Bezirksversammlung. Dazu begrüßten der Präsident des Landesinnungsverbandes des Bayerischen Zimmererhandwerks (LIV) Peter Aicher, Hauptgeschäftsführer Kai Gajewski sowie Bezirksvorsitzender Matthias Amon neben 50 Teilnehmenden aus der Branche auch den stellvertretenden Landrat des Landkreises Lichtenfels Helmut Fischer und den Ersten Bürgermeister der Stadt Bad Staffelstein Mario Schönwald.
Zu Beginn jedes Jahres kommen die Mitgliedsbetriebe und Vertreter des Landesinnungsverbandes in jedem der sieben bayerischen Bezirke zusammen. Diese regelmäßigen Treffen dienen dazu, aktuelle Entwicklungen im Zimmererhandwerk und im Holzbau zu besprechen sowie den direkten Kontakt zwischen Verband und den Zimmerern in örtlichen Innungen und Fachgruppen zu pflegen.
Der Bezirksvorsitzende Matthias Amon begrüßte die Teilnehmenden und betonte die Bedeutung der Verbandsarbeit für die anhaltende gute Entwicklung des Zimmererhandwerks. Er wünschte sich aber auch weitere Erleichterungen für das Handwerk.
Präsident Peter Aicher informierte in seinem Vortrag über die Arbeit des Landesinnungsverbandes auf landes-, bundes- und europäischer Ebene. Dazu zählen unter anderem die Nachwuchsförderung, Öffentlichkeitsarbeit, strategische Verbandsentwicklung sowie aktuelle Forschungs- und Innovationsprojekte im Holzbau. „Unser Ziel ist die Etablierung von Holz als neuen Standard im Bauwesen“, betonte Aicher.
Der Erste Bürgermeister der Stadt Bad Staffelstein Mario Schönwald erhielt vom Bezirksvorsitzenden Matthias Amon als Erinnerung für seinen Besuch einen Timmy überreicht.
Von links: Peter Aicher, Präsident LIV, Mario Schönwald, Erster Bürgermeister der Stadt Bad Staffelstein, Matthias Amon, Bezirksvorsitzender Oberfranken sowie Hauptgeschäftsführer LIV Kai Gajewski.
Quelle: LIV/mr
Auch der stellvertretende Landrat des Landkreises Lichtenfels, Helmut Fischer, und der Erste Bürgermeister der Stadt Bad Staffelstein, Mario Schönwald, hießen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer willkommen. Landrat Fischer zeigte sich begeistert von den vielen Teilnehmenden und dem großen ehrenamtlichen Engagement: „Ich kann den Innungen nur gratulieren.“ Bürgermeister Schönwald berichtete über die lokalen Sehenswürdigkeiten und Holzbauprojekte, wie das Rathaus der Stadt, ein über 300 Jahre altes Fachwerkhaus.
Arbeitsschutz und Künstliche Intelligenz
Im Hauptteil bot die Bezirksversammlung den Teilnehmenden einen praxisnahen Überblick über aktuelle Fachthemen, digitale Lösungen und neue Instrumente des Landesinnungsverbands, die den Arbeitsalltag in den Betrieben erleichtern.
Einen praxisnahen Einblick in den Bereich Arbeitssicherheit gab Christoph Zimmermann der Beratungsgesellschaft für Arbeits- und Gesundheitsschutz (BfGA) Berlin. Vorgestellt wurde das Leistungsangebot der Berufsgenossenschaft und ihrer Tochterunternehmen, die Betriebe bei der Organisation von Betriebsärzten und Sicherheitsfachkräften unterstützen sowie finanzielle Anreize in Form von Arbeitsschutzprämien bieten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung lag auf dem Thema Künstliche Intelligenz. Unter dem Titel „KI – Wo geht die Reise hin?“ zeigte Holger Bär von der Handwerkskammer für Oberfranken, wie Künstliche Intelligenz Handwerksbetriebe bereits heute konkret unterstützen kann, etwa bei der Baustellendokumentation, der Erstellung von Materiallisten oder der strukturierten Bearbeitung von E-Mails.
Neuigkeiten im Jahr 2026, Nachhaltigkeit und digitale Werkzeuge des Verbandes
Hauptgeschäftsführer Kai Gajewski gab einen Überblick über aktuelle politische und rechtliche Entwicklungen. Themen waren der Bauturbo und seine möglichen Auswirkungen auf die Bauwirtschaft, die Entwicklung der Lohnkosten sowie rechtliche Neuregelungen ab 2026, etwa zur Bewertung von Fahrzeiten als Arbeitszeit. Außerdem stellte er den neuen Nachhaltigkeits-Piloten des Landesinnungsverbandes vor. Das Tool ermöglicht Mitgliedsbetrieben die einfache Berechnung von CO₂-Emissionen sowie die schnelle Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts und steht exklusiv den Innungsbetrieben zur Verfügung.
Valentin Klingler, Verbandsreferent für Nachhaltigkeit und Effizienz im Holzbau, präsentierte im Anschluss aktuelle Forschung und ihren konkreten Nutzen für die Betriebe, gab einen Überblick über die aktuelle Förderlandschaft und beantwortete die Frage, welche Nachweise im Rahmen der PEFC-Zertifizierung erforderlich sind.
Abgerundet wurde das Programm durch einen Vortrag von Andreas Kraft, Verbandsreferent für Technik und Umwelt. Er präsentierte eine neue digitale Lernplattform des Landesinnungsverbandes für seine Mitgliedsbetriebe, mit der Mitarbeiterunterweisungen einfach, schnell und rechtssicher dokumentiert werden können.
Die Unternehmerfrauen tauschten sich über Ihre Arbeit und gemeinsamen Erfahrungen aus.
Quelle: LIV/mr
Belange des Regierungsbezirks
Wie gewohnt standen im abschließenden Teil der Bezirksversammlung die Besprechung der spezifischen Anliegen des Regierungsbezirks im Mittelpunkt. Der Obermeister der Zimmerer-Innung Manfred Amom berichtete begeistert vom Neubau des Bildungszentrums in Bamberg, in welchem auch Werkstätten für die überbetriebliche Ausbildung der Zimmerer entstehen.